Samstag, 6. Januar 2018

Rezension zu "Nur ein Wort - Seulement une parole" von Christina Talberg

Titel: Nur ein Wort - Seulement une parole
Autor: Christina Talberg
Verlag:
ProTalk
Mein Format:
Taschenbuch
Ungefähre Seitenanzahl:
192
Sprache:
 Deutsch   
Ebook:
8,99
Taschenbuch:
14,90
Kindle Unlimited:
Nein


Inhaltsangabe: Wer zu lange in der Vergangenheit lebt, der verfügt über keinen offenen Blick auf die Welt, die vor einem liegt. Annas Blick auf diese Welt ist verschleiert, denn der Tod ihres Vaters hat Wunden hinterlassen, die erst zu Narben verheilen müssen.
Pedro jedoch flieht buchstäblich vor seiner Vergangenheit. Als katholischer Pfarrer eines Slums aus Kolumbien wird er wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit politisch verfolgt.
Die Wege beider Figuren kreuzen sich in Paris und lassen an diesem Scheideweg eine Liebe erblühen, die jedoch einigen Hindernissen ausgesetzt ist.
Das Keuschheitsgelübde verbietet Pfarrern wie Pedro, sich zu verlieben. Ist es überhaupt möglich, Menschen bestimmte Gefühle zu verwehren? Das ist eines der vielen Kuriositäten der modernen Gesellschaft, die im Roman aufgegriffen werden.

Lassen Sie sich vor allem von Annas humorvoller und kreativer Art, mit der sie die Welt nach ihren Vorstellungen beschreibt, die Laune erhellen. Lassen Sie sich beeindrucken von ihrem Ehrgeiz, die Welt zu verändern. Und begleiten Sie sie auf eine Reise, die sie immer weiter weg von der Vergangenheit führt, hinein in eine Zukunft, in der sie emanzipiert und mit offenem Blick die Liebe zu einem Mann ausleben kann.

Meine Meinung zum Inhalt: Das Cover wirkt recht trostlos und schlicht, doch diese Schlichtheit mit dem Kontrast von grau und der roten Schrift, hat mich direkt angesprochen. Es passt außerdem gut zum Inhalt.
Anna, die Protagonistin, war mir anfangs nicht sehr sympathisch. Ich fand sie eher anstrengend. Das ändert sich leider auch nicht mehr, man erfährt zwar noch einiges von ihr, doch wirklich gemocht habe ich sie zu keinem Zeitpunkt. Zu Pedro habe ich es irgendwie nicht geschafft, eine Verbindung aufzubauen. Er ist mir weder sympathisch, noch unsympathisch. Er ist einfach da. Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich packen. Ich fand die Figuren hatten leider nicht sehr viel Tiefgang.
Die Story beginnt eher langsam und läuft so vor sich hin. Ich hatte ziemliche Probleme damit, gespannt zu bleiben. Oft hatte ich das Bedürfnis, einfach ein paar Seiten zu überspringen, Erst gegen Ende wird es dann doch noch wirklich spannend und gut zu lesen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und recht leicht. In dem Buch kommen allerdings oft Themen vor, die sich nicht ganz so leicht lesen lassen und zum Nachdenken anregen, Eine lockere Liebesgeschichte ist dies sicher nicht. 


Mein Fazit: Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Eine typische Liebesgeschichte ist es sicher nicht. Das hat mir sehr gefallen, doch leider fand ich die Charaktere etwas zu flach und die Gefühle nicht sehr überzeugend.  


Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!    
Meine Meinung wurde in keinster Weise beeinflusst. 

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